Uni-Hacks von Helga Esselborn-Krummbiegel und Emma Huber ist eines dieser Bücher, die ich am liebsten allen Studierenden in die Hand drücken würde, egal ob sie gerade mittendrin stecken, im Abschnluss-Stress sind oder das Studium erst noch vor sich haben. Es ist in viele kleine Tipps zu ganz unterschiedlichen Bereichen unterteilt, von der Zeit zu Beginn des Studiums über den Studienalltag bis hin zu Studienarbeiten und Prüfungen.

Was mir als Erstes auffällt: die Kompaktheit. Jeder einzelne Tipp ist kurz und auf den Punkt gebracht. Man schlägt das Thema auf, das einen gerade beschäftigt, liest ein, zwei Seiten und hat direkt eine konkrete, umsetzbare Idee in der Hand. Kein langes Drumherum, keine seitenlange Theorie, bevor es zur Sache geht. Genau das macht das Buch für den Alltag so brauchbar!

Richtig gut finde ich außerdem, wie viel das Buch abdeckt. Es geht nicht nur um Lerntechniken oder Prüfungsvorbereitung, sondern um das gesamte Leben der Studierenden drumherum. Ein Beispiel dafür ist das Kapitel „Wie schaffe ich mein Studium? – Anspruch, Potenziale und Chancen“. Da geht es um die eigene Haltung zum Studium: Warum mache ich das eigentlich? Wie bin ich überhaupt hierher gekommen? Erfülle ich gerade nur Erwartungen von anderen, oder steckt da wirklich mein eigener Antrieb dahinter? Solche Fragen in einem Buch zu finden, das sich eigentlich mit dem Studienalltag beschäftigt, finde ich stark. Sie geben dem ganzen Buch eine Tiefe, die viele andere Ratgeber gar nicht erst versuchen.

Neben den Themen ums Schreiben deckt das Buch auch ganz andere Baustellen ab, die im Studienalltag auftauchen: Prüfungsangst, Motivationstiefs, der Umgang mit Deadlines oder einfach die Frage, wie man nach einem Rückschlag weitermacht. Auch dort bleibt der Ton derselbe, kurz und direkt anwendbar.

Besonders hilfreich finde ich persönlich den Teil rund um Studienarbeiten, das Schreiben selbst und den Austausch mit Betreuungspersonen. Kapitel wie „Studienarbeiten schreiben – Stolpersteine und Erfolgsrezepte“, „Schreibblockaden überwinden: Tipps und Tricks“ oder „Sprechstunde beim Prof – wie überstehe ich das?“ treffen genau die Themen, die auch bei mir in der Statistikberatung landen: Studierende, die mitten in ihrer Abschlussarbeit stecken und nicht ins Thema reinkommen, die von der Forschungsliteratur erschlagen werden oder einfach nicht wissen, wie sie ihre Arbeit strukturieren sollen. Für genau diese Situationen liefert das Buch handfeste Ansätze.

Auch Fragen wie „Wie komme ich ins Schreiben?“, „Wie gehe ich mit meinem inneren Kritiker um?“ oder „Wie bleibe ich im Schreibflow?“ werden angesprochen, und zwar mit Tipps, die man wirklich sofort ausprobieren kann und nicht nur mit Theorie, die am Ende ungenutzt bleibt.

Am meisten schätze ich, dass Unihacks als Nachschlagewerk gedacht ist und nicht als Buch, das man von vorne bis hinten durcharbeiten muss. Man greift genau dann zu, wenn ein bestimmtes Thema gerade ansteht, findet sofort etwas Passendes und kann direkt weiterarbeiten. Genau deshalb funktioniert es als Begleiter über das komplette Studium hinweg, von den ersten Unsicherheiten bis zur letzten Prüfung.

Meine Empfehlung: Wenn du studierst oder bald anfängst, leg dir dieses Buch ins Regal. Du wirst es öfter brauchen, als du jetzt vielleicht denkst.